Thursday, 29 September 2011

Neue Bürste & Kämme

Ok, ich hab drei neue Errungenschaften:

1. den Holzkamm von 'The Body Shop'
Dafür hab ich 4 Euro bezahlt. Ich hab ihn noch ein bisschen mit Schmirgelpapier bearbeitet und dann mit Olivenöl eingeölt. Hab gestern nach dem Waschen meine noch feuchten Haare damit gekämmt. Fühlt sich irgendwie seltsam aber gut und haarschonend an.

2. einen fein-zinkigen Kamm (Plastik)
Gekauft bei DM für ca. 5 Euro. Der Kamm ist handgesägt und ohne Graten. Ich hab ihn als Bürsten-Ersatz zum Stylen meiner Haare gekauft. Das funktioniert gut. Ich versuche meine Haare im Moment so wenig wie möglich zu bürsten, außer mit meinem Tangle Teezer und der eignet sich nicht zum frisieren.

3. eine Holzbürste mit Naturborsten
Gekauft bei Karstadt für 7 Euro. Die Bürste ist komplett aus Holz. Wofür ich sie brauche erfahrt ihr am Ende des Posts.



Die Bürste möchte ich dazu verwenden, um nach dem Haarewaschen Öl in den trockenen Längen und Spitzen zu verteilen. Diesen Tipp habe ich von Squiggyflop. Sie meint, es wäre wichtig, dass die Bürste dafür komplett aus Holz ist, da das Öl mit der Zeit sämtliche Gummi-Teile zerstören würde. Hier ist das entsprechende Video. Es fängt an bei 7:42 Minuten.



Saturday, 10 September 2011

Pack die Badehose ein.......

Heute verrate ich euch wie ich meine Haare vor dem aggresiven Chlorwasser schütze wenn ich mit meinen Lieben in's Schwimmbad gehe.

1.
Zu Hause öle ich meine Haare mit Kokosöl und zwar komplett, also von der Wurzel bis zu den Spitzen. Nicht nur so ein bisschen, sondern so, als würde das Zeug morgen verboten werden wenn ihr versteht was ich meine. Danach dutte ich meine Haare und stecke den Dutt mit kleinen Krebsklammern fest.

2.
Im Schwimmbad angekommen lasse ich soviel wie möglich Leitungswasser über meine Haare laufen um sicher zu gehen, dass die Haare, die kein oder zu wenig Kokosöl abgekommen haben, sich so richtig mit Wasser vollsaugen, denn Haare können nur eine gewisse Menge an Wasser aufnehmen und wenn sie schon voll mit Leitungswasser sind können sie wenig bis gar kein Chlorwasser mehr aufnehmen.

3.
Nach dem Schwimmen öffne ich meinen Dutt und lasse wieder ordentlich Leitungswasser über meine Haare laufen um schonmal etwas von dem Chlorwasser auszuwaschen. Ich wasche meine Haare nie im Schwimmbad, sondern immer erst zu Hause wo ich einfach mehr Zeit hab.

4.
Wieder zu Hause angekommen wasche ich sobald wie möglich meine Haare mit einem sulfat-haltigem Shampoo (2 x shampoonieren), danach mache ich meistens noch eine Saure Rinse, dann gebe ich eine Kur in die Haare und lasse das ganze 5-10 Minuten einwirken. Ergebnis: kuschelweiche Haare, die schon wieder ganz vergessen haben, dass sie gerade bösem Chlorwasser ausgesetzt waren. ;-)

Ich könnte mir vorstellen, dass diese Prozedur auch mit Sheabutter funktioniert aber ich liebe den Geruch von Kokosöl und kann so gleichzeitig noch eine Ölkur machen

Diese Tipps habe ich von JC von The Natural Haven übernommen.

Friday, 12 August 2011

Pro & Contra: Silikone, Sulfate & Co

Ich muss mal dringend was loswerden: Silikone sind NICHT DER ANTICHRIST!!

Im Internet, besonders in Langhaar-Foren, kursieren etxtrem viele Gerüchte („Von Pantene fallen einem die Haare aus“) und Halbwahrheiten und es macht mit traurig, dass besonders Haarpflege-Neulinge dadurch extrem verunsichert werden.

Auch ich habe mich zu Beginn meiner Reise vom Haarpflege-Öko-Hype infizieren lassen, nur noch Naturkosmetik-Produkte benutzt und mir Brennessel-Aufguss über die Haare geschüttet. Mit dem Ergebnis, dass meine Haare sich dunkel verfärbt und widerlich gerochen haben.

Haare sind tot:
Immer wieder lese ich, dass die Haare unter einer Silikonschicht ersticken können, was natürlich totaler Quatsch ist denn Haare sind so tot wie ein Schnürsenkel und etwas das nicht lebt und atmet kann auch nicht ersticken.
Sicherlich ist es nicht sinnvoll sich täglich drei verschiedene Produkte mit einem hohen Silikonanteil (silis unter den ersten fünf Inhaltsstoffen) in die Haare zu schmieren.
Auch kommt es darauf an welche Silikone man verwendet. Amodimethicone und Bis-aminopropyl Dimethicone verursachen keinen Build-up, da sie so gepolt sind, dass sie sich gegenseitig abstoßen, sich also über eine bereits bestehende Schicht nicht noch eine zweite Schicht legen kann. Auch wasserlösliche Silikone (PEG-modifiziert) sind eine gute Alternative. Silikone in Maßen angewandt schaden den Haare nicht.

Inhaltsstoffe:
Codecheck ist nicht unbedingt der heilige Gral wenn es darum geht, die richtigen Pflegeprodukte zu finden, da auf dieser Seite die Inhaltsstoffe isoliert beurteilt werden. Oft kommt es jedoch auf die Kombination und vor allem Konzentration an. So kann z.B. ein bestimmter Inhaltsstoff alleine auf der Haut Irritationen hervorrufen, in geringen Mengen und in Kombination mit anderen Stoffen jedoch harmlos sein. Auch muss man immer zwischen Leave-in und Rinse-out Produkten unterscheiden. So beäuge ich z.B. die Inhaltsstoffe der Spülungen, die ich für meine Pre-Wash Kur oder SMT verwende kritischer als die in meinem Shampoo, da ich meine Kuren ja länger auf dem Kopf habe.

Allergierisiko:
Allergisch kann man theoretisch gegen alles reagieren auch gegen die pflanzlichen und ätherischen Inhaltsstoffe in Naturkosmetik-Produkten.

Ölkuren:
Viele sagen, dass das Öl nicht richtig wirken kann wenn die Haare mit einer Silikonschicht überzogen sind. Das mag vielleicht stimmen…. vielleicht aber auch nicht. Ich selbst mache regelmäßig Ölkuren über Nacht, da ich nicht glaube, dass Silikon (zumindest in der Menge, in der ich es verwende) die ultimative Versiegelung bringt und der Faktor Zeit bei Ölkuren eine wichtige Rolle spielt. Ich denke, dass zumindest ein Teil der Pflegewirkung, die Öl bietet, bei meinen Haaren ankommt.
Sollte allerdings morgen definitv herausgefunden werden, dass Ölkuren in Kombination mit Silikon tatsächlich absolut überhaupt nichts bringen würde ich mich wohl eher für Silikon entscheiden.

Erfahrungswerte von „Profis“:
Der größte Teil meiner „Haar-Idole“ (Cinnamon Hair, JJJ Long Hair, Janis Cortese, Samantha Graig, Torrin Paige) benutzt schon seit Jahren silikonhaltige Produkte ohne dass ihre Haare dadurch Schaden genommen haben.

Was Haare wirklich brauchen:
Da Haare ja totes Material sind brauchen Sie bei weitem nicht so viel Pflege wie unsere Haut. Sie brauchen in erster Linie Schutz vor den täglichen Beanspruchungen wie Kämmen, Bürsten und Frisieren. Dazu muss die Schuppenschicht der Haare eng anliegen. Ist sie aufgeraut sind die Haare viel anfälliger für Spliss und Haarbruch.
Natürlich kann dieser Effekt auch ein Stück weit mit silifreien Spülungen oder Apfelessig erreicht werden aber eben nur bis zu einem gewissen Grad.

Warum ich euch das alles erzähle?
Jeder muss selber für sich entscheiden welche Produkte er für seine Haarpflege verwendet und welche nicht. Das ist auch abhängig von der individuellen Beschaffenheit der Haare (man kann feine Haare auch mit Olivenöl überpflegen) und den Lebensumständen (wieviel Zeit habe ich für meine Haarpflege?) Ich hab es einfach satt für meine Entscheidung ständig angefeindet und belehrt zu werden. Ich habe mich seit Anfang 2009 lange und eingehend mit dem Thema Haare und Haarpflege beschäftigt dabei viele verschiedene Dinge ausprobiert und meinen Weg gefunden.

Meine Philosophie für die Verwendung von Silikonen und anderen 'bösen' Inhaltsstoffen ist die gleiche wie für das Spitzenschneiden:

So wenig wie möglich, so viel wie nötig!